DD9KA ist Ehrenvorsitzender der IGFS

Einstimmig ernannten die 30 Teilnehmer der Video-Mitgliederversammlung Heinz, DD9KA, zum Ehrenvorsitzenden der IGFS. Heinz war vor zwölf Jahren die treibende Kraft für die Gründung der IGFS, deren Vorsitzender er zehn Jahre lang war, bis er den Staffelstab an Dirk, DK8EV, weiterreichte. 2006 musste der Standort Oelberg aufgegeben werden, weil die DFMG die Nutzung durch den Amateurfunk gekündigt hatte. Der Ersatzstandort Petersberg schränkte die Reichweite des 70cm FM-Relais zu seher ein.

Heinz schaffte es durch seine guten Kontakte zum Verschönerungsverein für das Siebengebirge e.V. (VVS) den Oelberg wieder für Amateurfunkrelais nutzbar zu machen. Als Eigentümerin des Oelberghauses gewährte der VVS den Funkamateuren, Antennen auf dem Dach zu errichten und die Relais in den Kellerräumen zu betreiben. Zur Finanzierung des Standortes und seiner Anlagen wurde die IGFS als Förderverein gegründet. Über den Status eines gemeinnützigen Vereins konnten Spenden abgesetzt werden. Verantwortlich für die Relais und deren Parametern blieben weiter die jeweiligen Relaisverantwortlichen als Relaisbetreiber: DB6KH, Holger, für DB0SG (FM 70 und 23cm) und DB0VVS (Hamnet) sowie DL1YBL, Jochen, für DB0DBN (Digitalrelais). Zur Unterstützung dieser Relaisbetreiber wurde ein Technikteam gegründet. Die Betriebskosten der Relais übernimmt die IGFS.

Als die Autobahnpolizei den Oelberg verließ, gelang es Heinz deren Funkraum für die IGFS zu sichern. Ein zwar kleiner, dafür aber abgeschlossener Raum, der Möglichkeiten für weitere Relais bot. Mittlerweile gehört der Oelberg zu den TOP 10 – Relaisstandorten in Deutschland. Neben den analogen Relais werden alle wichtigen digitalen Betriebsarten angeboten, um den experimentellen Amateurfunk zu unterstützen. Derzeit zählt die IGFS 72 persönliche Mitglieder sowie zwölf unterstützende Ortsverbände.

Neben den Relais auf dem Oelberg unterstützt die IGFS die Relaisstandorte Rheinbach und Drachenfels durch Erstattung von Stromkosten oder durch Stellung von Hardware auf Antrag des Relaisbetreibers.

Aus Dank für die unermüdliche Arbeit von Heinz, DD9KA, für den Amateurfunk änderte die IGFS im vergangenen Jahr zunächst ihre Satzung, um die Ernennung eines Ehrenvorsitzenden zu ermöglichen. Am Samstag, 27. März 2021, konnte die Ernennung schließlich im Rahmen der Mitgliederversammlung vollzogen werden.

Brandmeister – Hotspot künftig nur mit Passwort

Wer Betrieb über einen eigenen Hotspot im Brandmeisternetz macht, muss ab 1. März 2021 im Brandmeister-Selfcare ein individuelles Passwort setzen. Das bislang gültige Standard-Passwort funktioniert dann nicht mehr. Grund hierfür ist  eine zunehmende missbräuchliche Nutzung. So war es etwa möglich, die ID eines anderen Nutzers im Hotspot einzutragen. Nachdem das Passwort im Brandmeister-Selfcare gesetzt ist, muss dieses auch im Hotspot eingetragen werden. Der Ablauf ist hier beschrieben.

Um den Missbrauch seines Calls im Brandmeisternetz zu verhindern, kann man für die Übertragung über die Master ebenfalls ein Passwort setzen. Allerdings wird der Funkbetrieb dadurch deutlich komplizierter, denn man muss sich für jeweils 30 Minuten Funkbetrieb durch Absetzen eines generiertes Codes per Privatecall freischalten. Dieser Code wird per APP auf dem Handy erstellt, beispielsweise mit dem Google-Authenticator. Die Einrichtung der Airsecurity wird hier beschrieben. Erfolgt keine Freischaltung, ist nur lokaler Funkbetrieb über den genutzten Repeater möglich, aber keine Weiterleitung ins Brandmeisternetz. Airsecurity dürfte deshalb in der Regel nur dann sinnvoll sein, wenn der Verdacht eines Rufzeichenmissbrauchs besteht.

Goldene Ehrennadel für DD9KA – IGFS wählt neuen Vorstand

Rund 50 Funkfreunde waren am Samstag, 15. Februar, der Einladung zur Mitgliederversammlung der IGFS in die Gaststätte Margarethenkreuz am Fuße des Oelbergs gefolgt, darunter der komplette Vorstand des Distriktes Köln-Aachen. Nach der Ankündigung von Heinz, DD9KA, den Vorsitz nach elf Jahren abzugeben, galt es einen neuen Vorstand zu wählen. Nach den Regularien mit der Entlastung des Vorstandes, unterbrach Jörg, DK9JY, die Sitzung und hielt eine Laudatio auf Heinz, in der er dessen Verdienste für den Amateurfunk in der Region in den Mittelpunkt stellte. Ohne Heinz gäbe es keine Relaisfunkstellen auf dem Oelberg, denn diese mussten damals – nach der Kündigung durch die DFMG – abgebaut werden. Heinz führte die entscheidenden Gespräche mit dem VVS, als Besitzer der Oelberggaststätte, tourte durch die Ortsverbände und warb für das Vorhaben, den Oelberg wieder für den Amateurfunk zu erschließen.

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